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Pressemitteilung

200.000 Euro für Verhinderung pädosexueller Straftaten

Freie Wähler setzen Zuschuss für Präventionsprojekt in Regensburg durch

Pressemitteilung vom 25.02.2010

München (mh). 200.000 Euro gewährt der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags dem Präventionsprojekt zum Schutz vor pädosexuellen Straftaten an der Universität Regensburg. Auf Antrag der Freien Wähler hat sich der Landtag für das Projekt von Prof. Dr. Michael Osterheider von der Abteilung für Forensische Psychiatrie ausgesprochen. „Mit dem Kompromiss 200.000 Euro statt 350.000 Euro kann ich gut leben. Wichtig ist nur, dass das Projekt auf den Weg gebracht wird“, betont Tanja Schweiger, Parlamentarische Geschäftsführerin der Freie Wähler Landtagsfraktion aus Pettendorf. Fraktionskollege Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter Bauer, sozialpolitischer Sprecher, ergänzt: „Hier ist ein erster wichtiger Schritt in Sachen Vorbeugung passiert. Mit wenig Mitteleinsatz können viele Kinder von unnötigem Leid verschont werden.“

Mit dem Geld soll in Regensburg ein Beratungssystem unterstützt werden, in  dem nur pädosexuell orientierte Personen aufgenommen werden, die noch nicht einschlägig strafrechtlich in Erscheinung getreten sind. Osterheider rechnet mit etwa 80 bis 100 Patienten pro Jahr. Ziel der Behandlung sei es, Hilfesuchenden durch Defizitanalysen und gezieltes Verhaltenstraining eine „Kontrolle“ über ihre Neigungen zu ermöglichen und sie somit von Straftaten an Kindern abzuhalten. Großen Erfolg hatte bereits ein Projekt an der Berliner Charité mit der Zielsetzung, pädosexuellen Personen eine Telefonberatung und anschließende Therapie anzubieten. Es gingen dort tausende Anrufe von Menschen mit pädosexuellen Neigungen auch aus Bayern ein. Laut statistischen Angaben sind rund drei Prozent der Männer betroffen.