Auf dieser Seite finden Sie Informationen zum Thema Hauptschule und zur geplanten bayrischen Mittelschule.
Dass die Übertrittsquoten an Realschule und Gymnasium teilweise bei knapp 70% liegen und aufgrund des demographischen Wandels immer weniger Schüler auf der Hauptschule sind, lässt sich nicht leugnen.
Die geplante Bayr. Mittelschule ist unserer Meinung nach jedoch nicht der richtige Weg zu Weiterentwicklung. Zumindest nicht im ländlichen Raum. In den Städten kann diese Modell durchaus sinnvoll sein.
Das neue Modell sieht vor, Schulverbünde mit 300 bis 500 Schüler zu bilden. Innerhalb dieses Verbundes soll dann weiterhin die Möglichkeit der Schwerpunktbildung in Soziales, Wirtschaft und Technik statt finden.
Das führt natürlich zu einem ziemlich Bustourismus, denn das Ergebnis wird sein, dass die Schule A einen Zweig bekommt, die Schule B den anderen, die Schule C den dritten und die Schule D vielleicht den M-Zug. Innerhalb des Verbundes werden die Kinder wie in einem Art Wanderzirkus durch die einzelnen Schulstandorte gefahren.
Es gibt von seiten des Kultusministerium noch keine Aussage zur Finanzierung der Schülerbeförderung, zur Verteilung des Sachaufwands bzw. zur Zuweisung der Lehrerstunden.
Wir befürchten als Hintergrund ein Sparmodell.
Kleine Klassen an 2 Standorten werden zu einer größeren an einem Standort zusammengeschlossen. 
Die Gemeinden und Schulen werden über kurz oder lang den erhöhten Organisationsaufwand aufgrund der vielen Standort nicht beibehalten können und sich selbst zu einer Schließung des Schulstandorts durchringen müssen.
Wir sind der Meinung, eine einzügige Schule mit ca. 100 Kindern sollte auf jeden Fall erhalten bleiben. Dafür würden wir auch auf die Schwerpunktbildung verzichten. Viele Lehrer, Schulleiter, Handwerksbetriebe berichten, dass die Schwerpunktbildung nicht notwendig ist. Einerseits kann die Schule vor Ort über Projekte selbst Schwerpunkte setzen und zweitens ist es wichtig, dass ein Hauptschulabsolvent vernünftig Lesen, Schreiben, (Kopf-)rechnen kann und willens ist, etwas zu lernen. Während der 3,5 jährigen Ausbildung können die Betriebe den Jugendlichen lernen was sie brauchen.  Voraussetzung dafür ist, dass in der Schule die Grundlage dafür gelegt wurde.
Die gesamte Bildungspolitik steht und fällt mit der Zuweisung der Lehrerstunden. Wir brauchen mehr Förderlehrer, Förderpädagogen oder Schulsozialarbeiter, die zusätzlich in den Klassen sind und mehr individuellen Unterricht sicherstellen können.
Bitte gehen Sie mit dem Thema nach draußen in die Diskussion. Gerne komme ich dazu. Die gesamte Bildungslandschaft muss von der gesamten Gesellschaft diskutiert werden. Unüberlegte Schnellschüsse aus dem Kultusministerium ohne öffentliche Diskussion haben bereits in der Vergangenheit zu mehr Chaos als nachhaltiger Weiterentwicklung und Verbesserung geführt.

Entwicklung der Schülerzahlen an Volksschulen in der Oberpfalz 1998 bis 2009

Entwicklung_Schuelerzahlen.pdf

"Leiser Abschied von der Hauptschule": Artikel aus dem Bayerischen Gemeindetag 09/2009

Leiser_Abschied_von_der_Hauptschule.pdf

Informationsschreiben vom Bayerischen Minister für Unterricht und Kultus Dr. Ludwig Spaenle, MdL

Infoschreiben.pdf

Resolution der Bürgermeister des Landkreises Forchheim zum Dialogforum

Resolution_Forchheim.pdf

zur Info: im Landkreis Forchheim haben sich fast alle Bürgermeister incl. Landrat zusammengeschlossen und gemeinsam die Resolution verabschiedet, weil sie das Konzept des Kultusministeriums für nicht ausgereift halten.

Bitte senden Sie die unterschriebenen Listen an Herrn Fischl

Die berufliche Mittelschule: Das Schulkonzept der FW-Landtagsfraktion

BMS-Konzept.pdf

Faltblatt "Die berufliche Mittelschule"

Mittelschule_Faltblatt.pdf