Bereits lange vor meiner eigenen Schwangerschaft fühlte ich mich einer Berufsgruppe besonders verbunden, mit der wir Menschen schon beim ersten Atemzug Kontakt haben. Umso mehr freute es mich, dass ich die Gelegenheit bekam, mit Astrid Giesen, Vorsitzende im „Bayerischer Hebammen Landesverband e.V.“ über die aktuellen Themen der Hebammen zu sprechen. Hebammen genießen ein hohes Ansehen, eigentlich. Allerdings schlägt sich das nicht in ihrem Einkommen nieder. Hinzu kommt, dass die Beiträge für die Haftpflichtversicherung der Hebammen in den letzten Jahren von 400,00 DM auf mittlerweile 4.000,00 Euro p.a. gestiegen sind. Somit bleibt immer weniger von der eh knappen Vergütung übrig. Ein weiteres wichtiges Thema ist den Hebammen die Kaiserschnittrate. Früher hatte der Kaiserschnitt lediglich als medizinisch notwendige, weil lebensrettende Maßnahme seine Bedeutung. Heute entscheiden sich immer mehr Mütter für diese besondere Form einer Operation – häufig ohne sich der Kurz- und Langzeitfolgen bewusst zu sein. Es entsteht der Eindruck, dass die Geburt, einer der natürlichsten Vorgänge der Welt, mehr und mehr wie eine Krankheit behandelt wird. Hebammen bedauern das. Sie werden nicht müde, sich für das Recht auf natürliche Geburt einzusetzen. Ich bin davon überzeugt, dass Hebammen sich sehr gut ihrer Verantwortung bewusst sind und wissen, wann ein Kaiserschnitt angeraten oder gar zwingend erforderlich ist. Bis dahin kann man sich getrost die Natur als Vorbild nehmen. Die natürliche Geburt hat ihren Sinn. Wer mehr wissen will, darf auf die Beratung und Begleitung einer Hebamme bereits im Vorfeld einer Geburt vertrauen. Infos vorab gibt es auch in einer Broschüre des Hebammen-Verbands, die hier verlinkt ist. http://www.bhlv.de/de/kaiserschnittsbroschuere/



Mit Landtagskandidat Alois Frank war ich in der Nordoberpfalz unterwegs. In Waidhaus besuchten wir die einzige ökumenische von rund 30 Autobahnkirchen Deutschlands. Nur leider gibt es keinen Fußgängerüberweg über die Staatsstraße. Dies wollten die dortigen Bürger mit mir erörtern. Bei der Gelegenheit erfuhr ich auch von den Bestrebungen vom Ortsteil Pfrentsch nach Waidhaus einen Radweg zu bekommen. Pfrentscher Bürger fordern ihn, um auch ohne Auto zum Einkaufen nach Waidhaus fahren zu können. 

Der Petitionsausschuss des Landtags beschäftigt sich jährlich mit rund 3.000 Petitionen. Für mich ist es der Ausschuss mit dem angenehmsten Klima unter den Mitgliedern über die Parteigrenzen hinweg. Hier wird gemeinsam für die Interessen des Bürgers gearbeitet. Ob das das Geheimnis ist, warum Petitionen immerhin zu ein Drittel erfolgreich sind? In Eslarn nahm ich zusammen mit dem oberfränkischen CSU-Abgeordneten Martin Schöffel einen Ortstermin wahr. Eine Eslarner Bürgerin hatte sich mit einem Anliegen an den Landtag gewandt, das nun uns beide MdL mit Kommunalpolitikern und Vertretern verschiedener Behörden zu einem Ortstermin veranlasste. Das funktioniert übrigens ausgezeichnet. Wenn wir MdL von einer Petition ausgehend zu einem Ortstermin laden, scheint Bewegung in die jeweilige Angelegenheit zu kommen. Alle Eingeladenen sind anwesend. In Eslarn waren dies u.a. Vertreter der obersten Baubehörde, der Regierung der Oberpfalz und des Landkreises. Wir alle nahmen Einblick in die örtlichen Gegebenheiten im Zusammenhang mit einer gewünschten Entlastung des Verkehrs, der von einem Betrieb für industrielle Holzfertigung verursacht wird. Erneut zeigte sich, dass der Blick in die Natur vor Ort eine andere Sichtweise gegenüber der auf dem Papier oder am grünen Tisch ermöglicht. Ich kann deshalb nur zu gern alle Bürger aufrufen, bei Projekten vor Ort, die schon längere Zeit in der Diskussion und doch irgendwie ins Stocken geraten sind, sich mit einer Eingabe an den Petitionsausschuss des Bayerischen Landtags zu wenden. Vielleicht kommt dann ja auch wieder Bewegung in das Projekt Radweg von Pfrentsch nach Waidhaus...