Mehr Sitzungen, weniger Veranstaltungen vor Ort bei und mit den Bürgerinnen und Bürgern in meiner Heimat – auf diese wenigen Worte lässt sich die Woche Mitte Mai zusammenfassen. Freilich, die Sitzungen sind wichtig und gehören zu meinen Aufgaben als Abgeordnete des Bayerischen Landtags. Doch die Gespräche mit den Menschen draußen in der Region sind mir allein auch schon deshalb wichtig, weil sie mir wertvolle Impulse geben, immer wieder.

Früher bereits schrieb ich, wie sehr mir die Arbeit im Petitionsausschuss Freude bereitet. Das war auch dieses Mal der Fall.

Erneut hat sich im Verlauf der Sitzung bestätigt, dass sich die Bayern gar nicht zu oft an uns wenden können. Wir sind gern für Sie da. Wenden Sie sich an uns, schreiben Sie eine Petition, wenn Sie das Gefühl haben, dass bei Ihnen vor Ort mit unserer Hilfe einem Missstand abgeholfen oder dass ein Vorgang mit unserem Einfluss beschleunigt werden kann.

In unseren Fraktionssitzungen behandeln wir regelmäßig eine Vielfalt an Themen. In diesen Wochen nimmt allerdings immer wieder und leider immer noch die Beschäftigung von nahen und mittlerweile auch nicht mehr so nahen Verwandten durch Abgeordnete des Bayerischen Landtags sehr viel Zeit in Anspruch. Mir geht es dabei vor allem darum, dass nicht generell verurteilt wird. Nach wie vor spielt bei meinen Überlegungen zum Thema die Frage eine Rolle, inwieweit wir hier quasi ein Berufsverbot aussprechen. Für mein Empfinden verläuft das Procedere zu schnell. Vermutlich soll das Thema möglichst rasch vom Tisch und damit möglichst lange vor den Wahlen im Herbst aus den Köpfen der Wählerinnen und Wähler verschwinden. Dabei sollte doch vor allem im Mittelpunkt stehen, ob für das Geld ordentliche arbeit geleistet wird und nicht wer die Arbeit macht.

Im Kreisausschuss standen vor allem Baumaßnahmen auf der Tagesordnung. Das betrifft einige Schulen, bei denen durch den Ausbau der Ganztagesbetreuung Anbauten notwendig wurden.

Ein weiteres Thema war die Südspange. Hier stockt es, da immerhin noch um rund die Hälfte der erforderlichen Flächen gerungen bzw. diskutiert wird. Mit einer baldigen Entlastung der dortigen Ortschaften ist deshalb nicht zu rechnen.

Das Highlight der Woche war für mich die Teilnahme am Ehrenabend bei den Freien Wählern in Grafenwöhr. Natürlich nutzte ich die Gelegenheit, um von meiner Arbeit im Landtag zu berichten. Besonders am Herzen lag mir dabei, auf die Themen hinzuweisen, die maßgeblich auf unser Drängen entweder ins Bewusstsein des Parlaments gerückt wurden oder weiterhin wach gehalten werden: gute Infrastruktur auch im ländlichen Raum, Energiewende mit der Förderung regionaler Projekte, kleinere Schulklassen in Verbindung mit der Schaffung von Planstellen für Lehrer, vereintes Europa mit einem starken Euro. Die Grafenwöhrer Freien Wähler dürfen voller Stolz auf eine lange Tradition zurückblicken. Gegründet wurden sie bereits 1948, also vor 65 Jahren – beeindruckend! Wer damals geboren wurde, geht heuer in seinen wohlverdienten Ruhestand. Wir Freie Wähler starten dafür jetzt erst so richtig durch. Ich freu mich auf die zahlreichen Veranstaltungen für die Landtagswahl am 15. und die Bundestagswahl am 22. September 2013.