Wochenrückblick KW 18

Gleich zu Wochenbeginn stand ein freudiges Ereignis an, nämlich der Spatenstich für ein Projekt der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg (KJF) in Burgweinting. Dort entsteht im Gewerbegebiet die für den ostbayerischen Raum erste Werkstätte für Menschen mit Körperbehinderung. Die Fertigstellung ist für Sommer 2014 geplant. Mit diesem Projekt verbinden wir alle den Wunsch, dass die dort rund 30 beschäftigten Menschen einen langfristig ausgelegten und damit gesicherten Arbeitsplatz erhalten können. Das Bayerische Sozialministerium beteiligt sich zu über einem Drittel an den Kosten von rund 2,3 Millionen Euro für die Werkstätte und den Verwaltungstrakt. Habe mich sehr gefreut, dass Staatssekretär Markus Sackmann dabei war!!  Im Anschluss gab es noch ein leckeres Buffet von der Firma Retex.

Beim abendlichen Maiempfang im Alten Rathaus in Regensburg waren Hans Schaidinger und Christian Dietl die Festredner. Christian Dietl ist Vorsitzender der DGB-Region Regensburg. Dieses Treffen von Gewerkschaftsvertretern und Personen des öffentlichen Lebens ist stets Anlass, um über die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt sowie über die davon betroffenen Bereiche des Lebens in unserer Gesellschaft zu sprechen. Der Spannungsbogen war dabei weit gespannt und reichte von der Forderung nach einem Mindestlohn bis zum Appell an Eigenverantwortung, Eigenleistung und Eigeninitiative des Einzelnen.

Als Vertreterin der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion nahm ich im Regensburger Gewerkschaftshaus, dem einzigen in ganz Bayern, das als solches noch benutzt wird, an der Gedenkfeier teil, mit der an die Besetzung durch die Nazis vor 80 Jahren erinnert wurde. Betroffen waren alle Gewerkschaftshäuser. Hitler und seine Gefolgsleute erhofften sich von der Maßnahme, noch schneller und leichter an die Macht zu kommen. Festredner waren Landtagspräsidentin Barbara Stamm, der Vorsitzende des DGB in Bayern Matthias Jena sowie Christian Dietl, als Vorsitzender des DGB in der Region Regensburg und Hausherr im Gewerkschaftshaus.

Von der guten Zusammenarbeit zwischen der Grundschule und der Gemeinde Nittendorf konnte in mich anlässlich eines Besuchs in der Schule überzeugen. Im Mittelpunkt des Gesprächs mit Rektorin Ingrid Haunschild und Bürgermeister Max Knott stand die Ganztagsbetreuung, wobei ich ganz toll finde, dass es hierfür sogar einen eigenen Koch gibt. Allerdings erlaube ich mir auch den Hinweis, dass die Staatsregierung gern mit zu hohen Zahlen um sich wirft und manche Tatsachen einfach verschweigt. Wenn nämlich davon die Rede ist, dass zur Finanzierung externer Kräfte bei der Ganztagsbetreuung pro Jahr 6.000 Euro zur Verfügung gestellt werden, muss erwähnt werden, dass dieser Betrag erst am Jahresende ausbezahlt wird, die Kommune allerdings schon zu Jahresbeginn an den Freistaat 5000 Euro zu bezahlen hat.

Der Verein Jugend aktiv unterstützt in Zusammenarbeit mit der IHK besonders begabte Abiturientinnen und Abiturienten mit einer fundierten Studien- und Lebensplanung. Dazu gehören beispielsweise Maßnahmen in Bereichen wie Rhetorik, Zeitmanagement oder Lerntechnik. Anlässlich eines Empfangs in der IHK durfte ich einige der hochbegabten Absolventen kennenlernen.

Von unserer Klausurtagung ist in den Medien bereits berichtet worden.  Auch auf unserer Homepage www.fw-landtag.de ist einiges darüber zu lesen. Rauspicken will ich v.a. ein Thema, das uns in Nürnberg beschäftigt hat: mit der Wahlfreiheit G8/G9 wollen wir für mehr Bildungsgerechtigkeit sorgen. Außerdem ist zu erwarten, dass sich Gymnasiasten wieder mehr am öffentlichen Leben beteiligen können, wenn es neben dem Turbo-Abi auf dem G8 auch den entspannteren Weg zum Hochschulreife über das G9 gibt. Musik, Sport, Vereinsleben bleiben doch oft auf der Strecke, weil die Schule so viel Platz einnimmt, dass dafür keine Zeit mehr übrig bleib. Falls erforderlich, sind wir bereit, erneut den Weg des Volksbegehrens zu gehen.

Mit einer Mega-Veranstaltung an mehreren Plätzen der Innenstadt machte die Oberpfälzer Polizei in Regensburg auf sich aufmerksam. Der Aktionstag stand ganz im Zeichen der Prävention. Es war eine gute Gelegenheit, die zahlreiche Menschen wahrnahmen, um mit der Polizei in entspannter Atmosphäre in Kontakt zu kommen und sich von ihrer Arbeit ein Bild zu machen, die über die Notfall- oder Schadeneinsätze hinausgeht. Ich nutzte an einem Stand die Möglichkeit, etwas zu bekommen, was mir im "richtigen Leben" hoffentlich erspart bleibt, nämlich ein Blitz-Foto für zu schnelles Fahren. Auch wenn es keine finanziellen Folgen haben sollte, war es doch ein spannendes Erlebnis, mit einem Seifenkisterl die Rampe hinunter auf einen Blitzer zuzufahren und vor den Strohballen das Gefährt wieder zu bremsen. Ganze 16 km/h wurden gemessen.

Zum Abschluss der Woche nahm ich als Ehrengast an dem Konzert zum 150-jährigen Jubiläum der Neuapostolischen Kirche teil. Nachdem Apostel für Gesanter und Sendebote steht, rief ich in meinem Grußwort die Anwesenden dazu auf, ein Sendbote für Frieden zu sein, um damit zur Verbesserung unserer Gesellschaft beizutragen und ein Gegengewicht von schneller, höher und weiter zu sein. Stark beeindruckt war ich vom musikalischen Rahmenprogramm der Chöre, des Orchesters und der Solisten. Der reichliche Beifall der Besucher und die Forderung nach einer Zugabe bestätigten mich in meiner Wahrnehmung. Die Neuapostolische Kirche hat weltweit rund 10 Millionen Mitglieder. Der Gründungsgedanke vor 150 Jahren war die Hoffnung auf eine Neubelebung des christlichen Lebens innerhalb der aus Sicht der Gründer in Formalismus erstarrten Glaubensgemeinschaften.