02.05.2011 Derzeit findet im Landkreis Neustadt/Waldnaab unter gemeinsamer Verantwortung des Milcherzeugergemeinschaft Milchland Oberpfalz (MEG) und des Oberpfälzer Hotel- und Gaststättenverbandes die Milchwoche statt.
Hubert Meiler, Vorsitzender der Milcherzeugergemeinschaft Milchland Oberpfalz, argumentierte dort mit Zahlen. Der im Juni 2010 gegründeten MEG gehören 81 Mitglieder aus den Landkreisen Tirschenreuth, Schwandorf und Neustadt an. Die Jahresmilchmenge beläuft sich auf 23 Mio. Kg und bedeute pro Betrieb eine durchschnittliche Liefermenge von 284 000 Kg. Pro Tag errechnet sich somit eine Liefermenge von 63 000 Kg. Mit jammern läßt sich ein schlechter Milchpreis nicht regeln betont Hubert Meiler. Die Milcherzeuger müssen seiner Meinung nach die Milch selbst vermarkten und sich zusätzlich in Gastronomie, Kirche und Politik Verbündete suchen. Der Kreisvorsitzende des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes Weiden/Neustadt befürwortet den Kauf regionaler Produkte in seinem Gewerbe. „Es gibt viele Schätze in den unscheinbaren Höfen der Oberpfalz“, sagte Robert Drechsler. Dazu gehöre vor allem die faire Milch. Mit dem angemessenen Preis müsse den Betrieben das Überleben gesichert werden, starre Lebensmittelstrukturen in Supermarktketten sind aufzuweichen. Tanja Schweiger: "Mir gefällt an der "Fairen Milch" vor allem die Gentechnikfreiheit, die Regionalität und der hohe Anteil an Omega 3 Fettsäuren. Der BDM hier in Neustadt ist sehr aktiv und hat mit viel Engagement und nachhaltigen Ideen erste Erfolge bei der Milchvermarktung verzeichnet. Die Milchwoche mit vielen Vertretern aus der Region stellt die Milchvermarktung auf eine breite Basis. Die Puddingkuh und der Kuchen in Kuhform sind gute Ideen, auch den Kindern die Kuh und damit die Milch näher zu bringen."
Ohne regionale Produkte ist Kochen auf Topniveau nicht möglich, erklärte der Sternekoch Thomas Kellermann. Sein Vorbild, Eckart Witzigmann, habe stets das zu verarbeitende Produkt als Star der Küche bezeichnet.