19.07.2011 Tanja Schweiger traf sich mit vier Vertretern der KLJB im Maximilianeum und anschließend zu einem lockeren Gedankenaustausch in einem Münchner Biergarten.

Elisabeth Maier, Diözesanvorsitzende der KLJB München und Freising, Vroni hallmeier, Diözesanvorsitzende der KLJB Eichstätt, Stephan Barthelme, Diözesanvorsitzender der KLJB Würzburg und Matthias Messerer, Mitglied der AG Politik unterhielten sich mit der Abgeordneten über das Thema verpflichtendes soziales Jahr. Tanja Schweiger wußte, dass viele Verbände zwar gegen eine Verpflichtung seien, die Meinung der Bürger dagegen aber eher für diese Einrichtung spräche. Die FW wollen einen gesellschaftlichen Dialog anstoßen um hier Bewegung in das Thema zu bringen. Elisabeth Maier (21) betonte, dass der BDKJ ein freiwilliges Jahr schon lange anbiete und Matthias Messerer vertrat die Meinung, dass mit der Jugendleitercard ein langjähriges Engagement berücksichtigt und eine 1-jährige Verpflichtung damit evtl. ersetzt werden könnte. Stephan Barthelme trat für eine Verpflichtung für Frauen und Männer ein und Vroni Hallmeier vertrat die Anschauung, dass damit der Blick in eine andere Richtung geschärft werden könnte, allerdings würden dafür auch 9 Monate reichen, um dann ggfs. bereits zum Sommersemester ein Studium aufnehmen zu können.

Die Vertreter der KLJB warben für eine Stärkung des ländlichen Raums und traten damit offene Türen bei der jüngsten weiblichen Abgeordneten ein. Vor allem bei der Jugendarbeit müsse sich dies bemerkbar machen. Alle sprachen sich dafür aus, im Bildungsbereich die Prüfungen bundesweit zu standardisieren, die Wege dahin (dreigliedrig oder Gesamtschule) aber auf die unteren Ebenen zu verlagern. Hier sollte vor allem den dünn besiedelten strukturschwachen Räumen die Möglichkeit gegeben werden, selbst vernünftige Modelle zur wohnortnahen Beschulung zu schaffen, solange das vorgegebene Lernziel erreicht wird. „Die Leistung muss die gleiche sein, der Weg dahin darf auch unterschiedlich sein,“ waren sich die Teilnehmer einig. Das Thema Lehrermangel konnte keiner der Beteiligten verstehen, denn gerade den Lehrerbedarf könne man ja nun wirklich am einfachsten berechnen. Man wisse, wieviele Kinder geboren werden und welche Lehrer wann in den Ruhestand versetzt werden. Doch das funktioniere seit Jahren nicht.

Erfreulich war, dass man sich bei allen angesprochenen Themen wie z.b. Stärkung der Regionen, kleinere Klassen und mehr Lehrer, vernünftiger Ausstieg aus der Atomenergie mit dezentraler Struktur der erneuerbaren Energieerzeugung und keine Gentechnik einig war.

Das Thema Frauenquote wurde sehr kontrovers diskutiert. Einerseits sehe man die Problematik, dass Quoten dazu führen würden, dass schlechter qualifizierte Menschen eine Arbeit bekommen, andererseits würden ohne Quote die Erziehungsaufgabe alleine den Frauen zugesprochen. Wahrscheinlich sei es am Besten, die Quote so lange einzuführen, bis ein gewisses Maß an Ausgeglichenheit gewährt sei, so der Vorschlag.

Die Zeit verging wie im Flug und da die nächsten Termine schon wieder anstanden, lud Tanja Schweiger die jungen Politikinteressierten KLJB´ler ein, auf den Gillamoos am 05.09.2011 bei ihrem Debüt auf dem größten politischen Stammtisch der Holledau dabei zu sein. Ab 10:00 spreche sie als Vorrednerin von Hubert Aiwanger zu aktuellen politischen Themen. Der Gillamoos findet jedes Jahr am ersten Wochenende im September in der niederbayerischen Stadt Abensberg statt. In verschiedenen Zelten reden Politiker aller Parteien zeitgleich zu ihren Anhängern.