03.08.2011 Immenreuth. Einen Eindruck vom laufenden Betrieb des am Wochenende eröffneten Naturerlebnisbades Kemnather Land machte ich mir zusammen mit den Freien Wählern aus Kemnath und Kulmain bei einem Rundgang über das Freibadgelände. Begleitet wurden wir von Geschäftsführer und Bürgermeister Peter Merkl, der uns auch von den ersten Erfahrungen berichtete und technische Feinheiten erklärte.
Ely Eibisch, 1. Vorsitzender FW Kemnath, und Peter Merkl hießen die Besucher am Mittwochabend im immer noch stark besuchten Freibad willkommen. „Unser Bad wird bestens angenommen. Am Montag waren`s 2.200 und gestern 2.500 Badegäste, die uns schon ins Schwitzen brachten“, meinte Merkl. Vor allem an der Kasse, den Eis-, Getränke- und Essensständen bildeten sich längere Schlangen und es kam kurzfristig zu Wartezeiten. Hier wird künftig bei Bedarf mit einer weiteren Kasse und Versorgungsmöglichkeiten reagiert. Nicht nur Einzelbesucher sondern auch Jugend- und Freizeitgruppen aus dem Kemnather Land und dem Zeltlagerplatz sind Dauergäste. Sie loben die neue Einrichtung. Merkl erläuterte, dass die Kooperation mehrerer Gemeinden zur Finanzierung und Betrieb eines Freibades in Nordbayern einmalig ist und mit einem Ehrenpreis des Freistaates und einem EU-Zuschuss in Höhe von 500.000 Euro belohnt wurde. „Wir brauchen Eure Mund-zu-Mundwerbung und den Besucherkreis erweitern. Erste Kontakte zu Event- und Reisemanagern sind bereits im Laufen“, berichtete Merkl. Zur Technik erklärte er, dass man mit der Firma Ecoplant einen Glücksfang machte, die als einzige das Naturbadkonzept umsetzen konnte. 2600 Kubikmeter Wasser befinden sich in den Becken und zusätzlich rund 700 Kubikmeter im Geo-Matrix-Filter, der für die natürliche Reinigung des chemiefreien Wassers sorgt. Es läuft je nach Besucherzahl bis zu fünf Mal am Tag durch die Filterschicht. Inzwischen belaufen sich die Sanierungskosten auf 2,55 Millionen Euro, die durch die GmbH geschultert werden müssen. Bei einem Fußbad im Schwimmbecken stellte ich fest, dass das Wasser sehr erfrischend ist, sich weich und angenehm anfühlt. Ich gratulierte den Immenreuthern zu diesem Schmuckstück und Ihrem Mut ein solches Projekt zu verwirklichen. Auf meine Frage zu den Energiekosten berichtete Merkl, dass rund 60.000 Liter Heizöl eingespart werden aber ein Mehraufwand an Strom für die Umwälzung und Pflege erforderlich ist, sodass sich gegenüber früher die Unterhaltskosten die Waage halten werden. Zum Abschluss besichtigte die Besucherrunde das Geo-Matrix-Becken. „Wir müssen jetzt aus dem Betrieb lernen und unsere Erfahrungen machen“, meinte Peter Merkl beim Erläutern der Funktionsweise zum Ende des Rundganges.