Dreizehn Einsätze in der Nacht

Im Dezember löste ich ein Versprechen ein, das ich bei einem Besuch in der PI Nittendorf gegeben hatte, und begleitete eine Gruppe des Einsatzzuges Regensburg bei deren Nachtschicht. Nach Rücksprache mit Herrn Polizeipräsidenten Rudolf Kraus wurde der Termin fixiert. So verbrachte ich in der Nacht von Samstag auf Sonntag acht Stunden bis morgens um 4 Uhr in einem Einsatzbus. Der Einsatzzug ist primär für das Stadtgebiet Regensburg sowie für die Landkreise Regensburg, Cham und Neumarkt zuständig. Er kümmert sich schwerpunktmäßig um Fußballeinsätze, Geschwindigkeits- und Alkoholkontrollen und verstärkt die „normale“ Streife. Daneben sind die Beamten regelmäßig zu Fuß in der Regensburger Innenstadt und in den Parkanlagen unterwegs.

Die dreizehn Einsätze in dieser Nacht waren sehr vielfältig: Zwei Familienstreitigkeiten, bei denen die Beamten jeweils die Väter zum Verlassen der Wohnung aufforderten, einige Alkoholkontrollen, Schlichtungen von Streitigkeiten vor Clubs und eine Belästigung von Gästen in einer Kneipe durch andere Gäste. Hierbei lernte ich auch den Polizeihund „Coco“ kennen, der zur Diensthundegruppe der Operativen Ergänzungsdienste Regensburg gehört und auch zur Unterstützung der Beamten mit eingesetzt wird. Ich war überrascht, dass wir einige sichtlich betrunkene Fußgänger ansprechen mussten, um ihnen behilflich zu sein oder Unfälle zu verhindern. Erfreulich war für mich, dass sich fast alle Passanten den Polizisten gegenüber freundlich verhielten.

Diese Nachtschicht hat mich wieder mal darin bestätigt, dass unsere Polizisten einer permanenten starken Belastung ausgesetzt sind und dass aufgrund der hohen Anzahl von nicht mehr schichtfähigen Beamten, noch mehr Last auf den schichttauglichen Polizisten liegt.

Das Engagement, der Umgang mit den Bürgern und zwischen den Polizisten hat mich sehr beeindruckt. Teamfähigkeit und Zusammenhalt ist oberstes Gebot und notwendig für die eigene Sicherheit und die der Bürger.