09.09.2011 Am Freitag war ich bei den FW Kreisverband Amberg-Sulzbach eingeladen. Hier der dazugehörige Pressebericht:

Lintach.(er) Nach zweistündiger Diskussion über das „Pro und „Kontra“ eines Antretens der Freien Wähler (FW) an der Bundestagswahl 2013 gab es breite Zustimmung der FW-Basis. Nahezu einstimmig sprachen sich die Teilnehmer der öffentlichen Mitgliederversammlung des  FW-Kreisverbandes Amberg-Sulzbach bei einer informellen Abstimmung für eine Kandidatur aus.
Vor der Versammlung besichtigten die FW-Bezirksvorsitzende und Landtagsabgeordnete Tanja Schweiger zusammen mit FW-Kreisvorsitzenden Albert Geitner, Kreisrat Wilhelm Ertl und FW-Mandatsträgern aus Freudenberg den neu gebauten Dorfplatz in Lintach und informierten sich über den geschichtsträchtigen Ort, der heuer sein tausendjähriges Gründungsfest feiern konnte.
Der Freudenberger FW-Ortsvorsitzende Mathias Singer hieß die FW-Mitglieder im Gasthof Schlossbräu willkommen und übergab das Wort an Kreisvorsitzenden Albert Geitner. Dieser berichtete von der vorangegangenen ersten Infoveranstaltung zu diesem Thema in Auerbach und betonte, dass die Meinungsfindung der Mitglieder zu dieser wichtigen Frage ohne Einflussnahme von statten gehe. „Jeder soll sich selbst seinen Reim machen und darüber befinden“ sagte Geitner. MdL Tanja Schweiger fügte an, dass in jedem Kreisverband mindestens eine derartige Versammlung stattfindet, um so ein Meinungsbild der Basis zu erhalten.
In der Diskussion gab es überwiegend Argumente für das bundesweite Antreten. Vilsecks FW-Vorsitzender Wilhelm Ertl meinte, dass nach erfolgter Teilnahme an der Landtags- und Europawahl nun auch der konsequente Schritt getan werden sollte. Der stellvertretende FW-Bezirksvorsitzende und Kreisschatzmeister Günther Frieser brach eine Lanze für das Antreten: „Dies wird unseren Bekanntheitsgrad deutlich verbessern und stellt auch im Hinblick auf die Finanzen keinen Nachteil dar“.
FW-Kreisfraktionsvorsitzender Peter Dotzler gab zu Bedenken, dass ein „Nein“ aus Bayern auch den Landes- und Bundesvorsitzenden Hubert Aiwanger beschädigen würde. Dieser habe laut Schweiger in den letzten eineinhalb Jahren „unglaublich viel Aufbauarbeit geleistet und bereits 12 von 16 Landesverbänden aus der Taufe gehoben“.
Auf die Fragen zur Durchführung und Organisation erklärte Tanja Schweiger, dass der Bundestagswahlkampf zeitgleich mit der Landtagswahl in Bayern stattfinde und in diesem Zusammenhang eh die Auseinandersetzung mit Bundesthemen erfolgt.
„Wir müssen unseren Wähler, unsere Art, Politik zu machen, auf allen Ebenen anbieten. Auch im Bundestag ist gerade in Zeiten der Globalisierung ein Fürsprecher der Kommunen von Nöten“, so Schweiger. Die FW seien Garant dafür und werden sich stark machen für den ländlichen Raum und die Daseinsfürsorge der Städte und Gemeinden und deren Selbstverwaltung. Wie im Landtag werden sich die FW einer zentralistisch gesteuerten Politik entgegenstemmen. Der Erhalt und Ausbau dezentraler Strukturen sichere die Unabhängigkeit und richtet sich ganz klar an den Bedürfnissen der Menschen im gesamten Land. „So dezentral wie möglich“ laute hier das oberste Prinzip der FW. Unabhängige Politik, die nicht von Konzernspenden und Lobbyisten gesteuert wird, müsse wieder Einkehr halten, sei eine zentrales Anliegen der FW in Land und Bund.
An dieser Stelle war man auch bei einem weiteren wichtigen Punkt angelangt, dem Grundsatzprogramm für die Bundestagswahl. Hier müsse man nach einem positivem Votum die richtigen Themen rausarbeiten, damit der Wähler weiß, für was die FW stehen, so der Tenor der Meinungen hierzu. Dabei müsse auch der Aspekt der sozialen Gerechtigkeit eine herausragende Stellung einnehmen.
Schweiger erwartet bei der Landesdelegiertenversammlung eine knappe Entscheidung. „Es wird Spitz auf Knopf zugehen“ mutmaßte Schweiger und forderte den Kreisverband und die sechzehn Ortsverbände auf, ihre Delegiertenzahl voll auszuschöpfen. Kreisvorsitzender Geitner will hierzu bei ausreichender Beteiligung einen Bus einsetzen. Umgehende Rückmeldung sei hier erforderlich.