15.05.2010 Auf Einladung des Freie Wähler Stadtrats, Herrn Josef Söllner kam ich zu einem umfassenden Informationsbesuch an das Geo- Zentrum an der KTB (Kontinentale Tiefbohrung) nach Windischeschenbach.
Der Leiter des Geo-Zentrums, Dr. Frank Holzförster, übernahm die Führung der Besuchergruppe und gab zunächst einen Rückblick auf die Zeit zwischen 1987 und 1994: Geowissenschaftler bohrten in Windischeschenbach 9.101 m tief in die Erdkruste - das tiefste Loch der Welt in hartem kristallinem Festgestein.
An dieser weltbekannten Lokation entstand 1998 das GEO-Zentrum an der KTB als Informations- und Begegnungsstätte für Wissenschaft, Schule und Öffentlichkeit. Das GEO-Zentrum an der KTB ist inzwischen eine moderne Umweltbildungsstätte, die sich der Erde als zentralem Thema widmet.
Gerade das 2008 neu gestaltete Konzept der Ausstellung soll dem Besucher zeigen, wie spannend und für unser tägliches Leben bedeutend das komplexe System Erde ist.
Ein besonders Anliegen ist Holzförster natürlich der „außerschulische Lernort“ am KTB, das GEO-Labor, an dem Schüler und Lehrer, aber auch alle anderen interessierten Gruppen experimentieren dürfen und Projekte durchführen können.
Hier erforschen Schüler selbst die Prozesse, die unseren Planeten von innen und von außen prägen und in Gang halten. 3000 interessierte Schülerinnen und Schüler nahmen im letzten Jahr dieses Angebot wahr und waren begeistert.
Leider ist es nach Auskunft des Leiters Jahr für Jahr ein „Drahtseilakt“, dieses Angebot finanziell abzusichern, da das GEO-Zentrum ja eine Stiftung ist. Stadtrat und Fraktionssprecher Söllner, selbst Lehrer an der Hauptschule, hielt es für beschämend, dass gerade solche Initiativen vom Kultusministerium äußerst stiefmütterlich bedacht würden. Holzförster wünschte sich, dass dieses Anliegen von der Abgeordneten nach München weitergeleitet würde.
Die Vorsitzende der FW Windischeschenbach bedankte sich bei Dr. Holzförster mit einem Präsent und einer angemessenen Spende.
Anschließend traf sich die Gruppe noch mit mir zu einem Meinungsaustausch, bei dem es um aktuelle politische Themen ging und vor allem die derzeitige Bildungspolitik, die als mehr orientierungslos als zukunftsgerichtet bezeichnet wurde, im Mittelpunkt stand.