14.09.2009. Wenn morgen das neue Schuljahr beginnt, erwarten Schüler und Lehrer alte Probleme. Vor allem die Zuweisung der Lehrkräfte nach Schülerzahlen in den Grund- und Hauptschulen ist mir und der FW-Landtagsfraktion ein Dorn im Auge. Diese Praxis benachteiligt Schulämter mit vielen kleinen Schulen, da sie notgedrungen Klassen zusammenlegen müssen. Es geht der Staatsregierung nur um die Statistik. Schüler und Lehrer werden wie Schachfiguren hin- und hergeschoben. Verlässlichkeit und Planungssicherheit bleiben auf der Strecke. Das starre Festhalten an Klassenmindestgrößen muss daher aufgegeben werden. Dies war von den FW in einem Dringlichkeitsantrag gefordert, aber von der Münchner Regierungskoalition abgelehnt worden.             

Außerdem drängen die Freien Wähler auf die sofortige Einsetzung einer Lehrerreserve an allen Schulen. Vor allem für die naturwissenschaftlichen Fächer müssen noch dringend Lehrkräfte angeworben werden. Wichtig ist auch die Einstellung von Förderlehrern und der Ausbau des Mobilen sonderpädagogischen Dienstes. Sowohl an Regel- als auch an den Förderschulen darf nicht weiterhin gespart werden. Vor allem benachteiligten Kindern muss eine individuelle Förderung zugutekommen. Darüber hinaus geht der Auf- und Ausbau der Ganztagesbetreuung zu langsam voran. Hier sollte die Staatsregierung ihre Hausaufgaben noch sorgfältiger erledigen.

Im Gespräch mit Hubert Aiwanger zeigte er sich enttäuscht über die Ergebnisse nach einem Jahr schwarz-gelber Bildungspolitik: „Viele offene Fragen, keine überzeugende Antworten. Die Bildungspolitik in Bayern bleibt deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. Neue Worterfindungen wie `Gelenkklasse´ etc. helfen uns nicht weiter. Zentraler Lösungsansatz für die meisten bildungspolitischen Probleme ist die bessere Personalausstattung der Schulen.“

Trotz oder gerade deswegen wünschen ich und die FW-Landtagsfraktion allen Schülern, Eltern und Lehrern einen guten Schulstart!