28.07.2009 Die Einladung ins Regensburger Kinderzentrum St. Martin nahm ich gerne an. Begleitet von der ärztlichen Leiterin Dipl. med. Angelika Aisch, KJF-Direktor Michael Eibl und Abteilungsleiter Behindertenhilfe der KJF Bertin Abbenhues verschaffte ich mir einen umfassenden Einblick in die Arbeit eines Sozialpädiatrischen Zentrums. Ich war nach dem zweistündigen Gespräch mit Rundgang durch die Einrichtung beeindruckt vom differenzierten, interdisziplinären Angebot. Im Regensburger Kinderzentrum St. Martin der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V. werden Säuglinge, Kinder und Jugendliche aus der ganzen Oberpfalz mit drohender oder vorhandener Behinderung, neurologischen Störungen und Auffälligkeiten in der Entwicklung medizinisch wie therapeutisch behandelt. Die medizinische Arbeit komplettieren Ergo- und PhysiotherapeutInnen, HeipädagogenInnen, LogopädInnen und EEG-AssistentInnen. Viele Patienten und Ihre Familien werden über Jahre hinweg betreut. Allerdings bricht derzeit die medizinische und therapeutische Versorgung, die oft von Geburt an in St. Martin geleistet worden ist, aufgrund der derzeitigen Gesetzeslage, mit Erreichen der Volljährigkeit ab. Herr Eibl erklärte mir, dass es dem Sozialpädiatrischen Zentrum ein großes Anliegen ist, die Behandlung auch für über 18-jährige im Kinderzentrum St. Martin, zumindest in Ausnahmefällen, zu ermöglichen und somit die lange gereiften, tragfähigen Beziehungen zwischen Ärzten, Psychologen, Therapeuten sowie den Patienten und deren Familien, erhalten zu können.