Am Freitag, den 28.05.2010 folgte ich der Einladung von Frau Sandra Hoffmann, Vorsitzende der Bürgerinitiative schnelles DSL Haugenried, Thumhausen, Viergstetten. Ich bat die Marktgemeinde, vertreten durch Herrn Bürgermeister Max Knott (CSU-FWU), dieser Einladung zu folgen. Über 50 Personen waren schließlich anwesend, darunter auch die Markträte Helga Gschwendner (CSU-FWU), Gabriele Wilpert (SPD), Heinz Hoffmann (CSU-FWU), Norbert Müller (Die GRÜNEN), Wolfgang Götz (FW-UWG). Die Bürger erläuterten ihr Anliegen in Bezug auf die Breitbandversorgung in diesen Ortsteilen.Herr Jäger (Mitglied der Bürgerinitiative) und Frau Hoffmann erklärten, dass selbst in Stellenanzeigen mittlerweile Informationen per Internet abzurufen sind. Schularbeiten müssen über das Internet erarbeitet werden und Unternehmen oder Personen mit Heimarbeitsplätzen sind schwer benachteiligt. Diese bestätigte auch einer der Anwesenden, der Systemadministrator in einer größeren Firma ist.
Bayern ist das einzige Bundesland, welches die Förderhöchstgrenze auf 70 % und max. 100.000 Euro pro Gemeinde statt pro Bauvorhaben begrenzt hat. Bei Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sind dagegen 90 % und 500.000 Euro je Einzelvorhaben möglich. Bayern hat hier leider ein negatives Alleinstellungsmerkmal, nämlich das der roten Laterne im Bezug auf die Förderung der Gemeinden. Auch der Bayerische Gemeindetag moniert diese Förderbedingungen mittlerweile massiv. 
Dabei ist es in der ganzen Oberpfalz so, dass sehr viele Gemeinden Probleme haben, weil sie geologisch und topographisch stark benachteiligt sind. Das haben Vertreter der Regierung Oberpfalz bestätigt. Das Hauptproblem sehe ich darin, dass im Wirtschaftsministerium überwiegend Leute aus München sitzen, die wissen nicht was hier los ist! Der ländliche Raum ist mit Ballungsräumen nicht zu vergleichen. Hier ist es nicht flach und hier muss auch mal im Grundgestein wie im Jura gegraben werden. Für erschwerte Rahmenbedingungen muss es auch mehr Geld geben.
Bürgermeister Max Knott erklärte, dass er seit 2008 an diesem Thema dran ist und versprach, mit den Bürgern gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Er hatte sich darauf verlassen, dass mehr Unterstützung vom Landratsamt kommt, weil Landrat Mirbeth (CSU) das Thema Breitband zur Chefsache erklärt hatte. Allerdings ist seit einem Jahr fast keine Information mehr zu diesem Thema gekommen, erklärte der Bürgermeister. Für den 16.06. ist nun ein Beratertag im Landratsamt veranschlagt. Diesen will er auf jeden Fall abwarten und die Verhältnisse vor Ort aufzeigen und Lösungen erbitten. Marktrat Wolfgang Götz und Bürgermeister Knott erklärten, dass ein Glasfaserkabel zu verlegen sei. Funklösungen wären nur Zwischenlösungen. Dies wurde von mehreren Anwesenden bestätigt. Auch die Lösung über Satellit sei vor Ort nicht befriedigend.
Ein Bürger bat darum, die Tarifstruktur anzumahnen. Es könne nicht sein, dass die Haugenrieder Bürger für eine schlechte Verbindung wesentlich höhere Tarife zahlen müssten. Ein anderer Teilnehmer rief gar dazu auf, von der Telekom zu Vodafone zu wechseln, weil nur so Bewegung in die Sache komme. Dieser Vorschlag blieb jedoch nicht unkommentiert. „Dann kommen die von der Telekom ja gar nicht mehr auf uns zu“, war sich eine Teilnehmerin sicher.
Sandra Hoffmann bedankte sich und brachte abschließend noch vor, dass die anwesenden Bürger mit 100 kbit/s statt mit 1Mb/s oder mehr geradezu steinzeitmäßig unterwegs seien. ISDN-Zubehör gäbe es im Fachhandel zum Teil schon gar nicht mehr zu kaufen.
Bürgermeister Knott erinnerte daran, dass früher jeder einen Telefonanschluss zum gleichen Preis bekam, egal ob im Hochhaus oder auf dem Land: „Das war damals eben noch eine Solidargemeinschaft“. Er versprach, an dem Thema dranzubleiben und schnellstmöglich nach geeigneten Lösungen zu suchen. 
Ich werde noch einmal einen Anlauf starten und auf Landesebene zum wiederholten Male auf die Nachteile hinzuweisen, die die Menschen vor Ort im ländlichen Raum zu erdulden haben. Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden.