29.04.2011 Heute war ich bei der Jagdversammlung des Kreisverbandes Regensburg am Adlersberg. Der Jagdverband Regensburg ist mit 1200 Mitgliedern der größte in Bayern.

Für mich war es eine interessante Veranstaltung. Die Jäger erfüllen eine bedeutende und wichtige Funktion für den Naturschutz und für das Gleichgewicht zwischen den Tierarten. Ihre Aufgaben sind vielfältig: Jäger sind zuständig für das Pflanzen von Bäumen und Sträucher, bis hin zum Anlegen von Biotopen und zum Entfernen von überfahrenen Tieren im Straßenverkehr. Hierfür bezahltes Personal zu organisieren wäre nicht machbar. Daher bin ich dankbar für das ehrenamtliche Engagement der Jäger.

Die FW stehen für mehr Eigenverantwortung für Jäger und Grundstückseigentümer. Das Jagdrecht muss an Grund und Boden gebunden bleiben. Jäger und Grundstückseigentümer müssen geschlossen nach außen auftreten. Es geht nur in der gemeinsamen Verantwortung für Lebensraum und Lebewesen.

Für die Wildschweinbejagung braucht es noch mehr revierübergreifende Zusammenarbeit. Hierbei sind auch die Staatsjagdrevieren in der Pflicht mitzumachen.

Beim Vegetationsgutachten, das vor allem im letzten Jahr für großen Ärger gesorgt hat, fordern wie eine Weiterentwicklung. Es darf nicht nur darum gehen, wie viele Pflanzen verbissen sind. Viel wichtiger ist es festzustellen, ob die unverbissenen Pflanzen ausreichen, um die Ziele des Waldbesitzers zu erreichen. Hierbei haben sich gemeinsame Revierbegehungen als vertrauensbildende Maßnahmen bewährt. Dabei kann man gemeinsam den Verbiß vor Ort besprechen und gemeinsam Lösungen finden.

Das Blühflächenprogramm hat sich seit Jahren bewährt und wurde von der Staatsregierung ohne Notwendigkeit gekürzt. Die Freien Wähler fordern Ackerrandstreifenprogramm, das demselben Zweck dienen soll.

Bei der Bejagung von Biber und Kormoranen erwarten wir eine schnellere Reaktion der Ministerien, um auf Veränderungen schneller reagieren zu können. Hier darf nicht blind am Naturschutz festgehalten werden.