11.06.2010 Eine optimale Verletzungsprävention und somit mehr Sicherheit in Verkehr, Arbeit, Sport und Freizeit versprechen sich die Mitglieder des neuen interdisziplinären „Trauma-Biomechanik“ Forschungsnetzwerkes. Die offizielle Gründungsfeier fand am Freitag, 11. Juni 2010, an der Hochschule Regensburg statt. Das Forschungsnetzwerk bestehend aus einem Verbund von Partnern aus Forschung und Lehre, öffentlicher Hand und Industrie will die Forschung und Kompetenz im Fach Trauma-Biomechank in Deutschland stärken. Durch Bündelung und Koordination von Aktivitäten und durch Förderung einer fächerübergreifenden Bearbeitung von Themen ist das Netzwerk in der Lage die derzeitige Situation zu verbessern.
Das Forschungsnetzwerk arbeitet unabhängig und ist offen für alle, die zu den Zielen des Netzwerks beitragen können. Partner sind z.B. die Fakultät Maschinenbau der HS.R, die Abteilung Unfallchirurgie des Universitätsklinikums Regensburg, das Institut für Rechtsmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München, die Bundesanstalt für Straßenwesen und die fünf großen deutschen Automobilhersteller Audi, BMW, Daimler, Porsche und Volkswagen, vertreten durch das PDB - Partnership for Dummy Technology and Biomechanics, das dieses Netzwerk initiiert hat.
Die Trauma-Biomechanik erforscht die Bewegung des Menschen und die auf ihn einwirkenden Kräfte bei Unfall- und Verletzungsvorgängen. Damit soll der Zusammenhang von Unfall, entstehender Belastung des Körpers und resultierender Verletzung, unter Verwendung von mechanischen Begriffen, Methoden und Gesetzmäßigkeiten, geklärt werden.
Aufgrund der Ergebnisse dieser Forschung werden Maßnahmen zur Minimierung des Risikos von Verletzungen als Folge mechanischer Belastung entwickelt. Die Erkenntnisse aus der Trauma-Biomechanik dienen z.B. als Grundlage für gesetzliche Regelungen im Bereich Fahrzeugsicherheit. Sie finden Anwendung im Bereich Arbeitssicherheit oder wenn es um Sicherheit in Sport und Freizeit geht. Außerdem schafft das Wissen aus der Trauma-Biomechanik Klarheit in Rechtsfällen und ist auch von Bedeutung in der Medizin.
Das Gründungssymposium war für mich eine sehr interessante, informative Veranstaltung mit Rednern aus den Bereichen u.a. Medizin, Maschinenbau und Verkehr und ich freue mich sehr, dass das Forschungsnetzwerk Trauma-Biomechanik seinen Sitz an der Hochschule Regensburg hat.