Zu Besuch beim BN in Nürnberg. Kürzlich traf ich mich mit dem Landesbeauftragten des Bund Naturschutz, Richard Mergner, in Nürnberg zu einem Meinungsaustausch. Dabei konnten viele Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Verbänden festgestellt werden. Die Forderung des BN, Energieagenturen flächendeckend einzuführen, so dass mindestens in jedem Regierungsbezirk, besser noch in jedem Landkreis eine Energieagentur installiert wird, stieß bei mir auf fruchtbaren Boden. Eine unabhängige Energieberatung nach dem Modell der Energieagenturen oder der Energiebündel hätte viele Vorteile für Bürger und Kommunen. Hauptaufgabe einer Energieagentur ist die Beseitigung bestehender Hemmnisse und Wissensdefizite hinsichtlich der Realisierung von Einsparpotentialen, der rationellen Energieanwendung und der verstärkten Nutzung Erneuerbarer Energien. Die FW haben dies bereits im Bayerischen Landtag gefordert.

Die Kampagne „Regionale Energieoffensive“ der Freien Wähler Bayern, begrüßte Richard Mergner. Die FW wollen damit bayernweit in ca. 70 Veranstaltungen die Bürger über Projekte wie Bürgerwindräder oder LED-Leuchten informieren, Konzepte von energieautarken Gemeinden vorstellen und für regenerative, dezentrale Energieversorgung sensibilisieren. Die Dezentralität ist uns besonders wichtig, um langfristig weitestgehende Unabhängigkeit von Oligopol-Strukturen zu haben. Bisher haben 40 Veranstaltungen mit guter Resonanz vor allem in Ostbayern stattgefunden. In Franken und Oberbayern sind bereits Veranstaltungen in den nächsten Wochen geplant.

Richard Mergner freute sich, dass die FW Bayern mit ihren 40.000 Mitgliedern und ihrer starken kommunalen Verwurzelung wichtige Positionen des BN auf eine breite Basis stellen. Die erneuerbaren Energien seien aus den regionalen Wirtschaftskreisläufen nicht mehr wegzudenken. Alleine 350.000 Arbeitsplätze mit steigender Tendenz seien dadurch bundesweit in Kleinbetrieben und im Mittelstand gesichert.

Weitere grundsätzliche Übereinstimmungen ergaben sich bei den Positionen: Keine grüne Gentechnik, kein Donauausbau, keine 3. Startbahn in Erding.