06.04.2009. Ich habe bei der Staatsregierung einen Fragenkatalog eingereicht, der die aktuelle Blauzungenimpfpflicht hinterfrägt, da hierzu bei den Tierhaltern und in der Öffentlichkeit große Verunsicherung vorherrscht. Es wenden sich viele Landwirte an mich, die mit der Impfpflicht nicht einverstanden sind. Andererseits gibt es aber auch sehr viele Impfbefürworter.

Deshalb versuchte ich nun, die im Raum stehenden Fragen zusammen zu fassen, um Antworten auf die vielen ungeklärten Fragen zu erhalten.  Ich möchte z.B. wissen, wie viele Rinder in Bayern erkrankten bis zum Beginn der Impfkampagne und wie viele sich, seit in Bayern geimpft wird, mit der Krankheit angesteckt haben. Es wäre auch möglich, dass Impfschäden wie Tod, Todgeburten, Fruchtbarkeitsstörungen, Verwerfungen oder Einbußen durch eingeschränkte Milchqualität, verursacht durch Euterentzündungen und Blutungen auftreten. Hier stellt sich neben der Abwägung von Nutzen und Risiko für die Gesundheit der Tiere auch die Frage nach der Entschädigung. Denn entschädigt werden derzeit nur Schäden innerhalb weniger Tage nach der Impfung, wobei nach Praktikerberichten viele Schäden wie z.B. Todgeburten erst z.B. 14 Tage nach der Impfung auftreten und von den Behörden dann ein Zusammenhang mit der Impfung nicht anerkannt wird, wodurch es auch keine Entschädigung aus der Tierseuchenkasse gibt.

Ebenso ist aus meiner Sicht eine Antwort auf die Frage, welche Auswirkungen die Beistoffe Quecksilber und Aluminium auf den Körper der Tiere haben, nötig. Die Impfung könne laut einiger Praktikerberichten zumindest vorübergehend zur Unfruchtbarkeit bei  männlichen Tieren führen. Daher würden z.B. auch  gewisse Zuchtbullen nicht geimpft. Für den Menschen geht nach vorliegenden Informationen von der Blauzungenkrankheit nach derzeitigem Stand der Forschung keine Gefahr aus.

Einige Praktiker berichten, dass bei den Impfungen teilweise nicht mit der nötigen Vorsicht vorgegangen wird und z.B. nicht wie vorgeschrieben die Tiere vor der Impfung auf ihren Gesundheitszustand untersucht würden oder mit der selben Nadel ohne Desinfektion der ganze Stall durchgeimpft würde.

Ich bin der Meinung, dass man die Argumente der Impfkritiker ernst nehmen muss. Ein Landtagsantrag der FW, die Impfvorgänge zu dokumentieren und somit mögliche Impfschäden genauer zu erfassen und zu untersuchen, wurde von CSU/FDP im Landtag abgelehnt. Es sind aber nun Klarheit, Offenheit und Aufklärung angesagt.

Anfrage zur Blauzungenpflichtimpfung

Blauzungenpflichtimpfung_von_Rindern.pdf153 KB