04.05.2010 50 Freie Wähler aus dem unteren Vilstal sowie aus der Stadt und dem Landkreis Regensburg folgten heute meiner Einladung zu einer Fahrt in den Bayerischen Landtag. Die Gruppe machte sich am Vormittag mit einem Bus auf den Weg nach München ins Maximilianeum. Nach der leiblichen Stärkung in der neu umgebauten Landtagsgaststätte wurde den Besuchern ein Film über die Arbeit und die Organisation des Bayerischen Landtags vorgeführt. Die Arbeit der Abgeordneten und der Fraktionen, sowie die Rolle des Landtagsamtes als Dienstleister wurde darin erklärt. Weiter ging es auf die Zuschauertribüne des Plenarsaals zum Höhepunkt des Tages. Meine Gäste konnten „live“ eine Vollversammlung mit verfolgen. Dort wurde gerade über das neue Mittelschulkonzept und die Schulverbünde für Hauptschulen und den Feuerwehrführerschein diskutiert. Leider musste die Besuchergruppe „jetzt wo es interessant wird“ die Tribüne im Sitzungssaal wieder verlassen, um den Rest des Programmes noch absolvieren zu können. Zum Abschluss dieses ereignisreichen Tages diskutierte ich in einem Sitzungssaal sehr angeregt mit meinen Gästen. Zuerst plauderte ich etwas aus dem Nähkästchen und informierte über die Abläufe der politischen Arbeit im Landtag im Allgemeinen. Ich erklärte die Arbeit meiner Kollegen in den Ausschüssen und insbesondere meine Aufgaben als parlamentarische Geschäftsführerin der Freien Wähler Fraktion bevor ich auf die Fragen aus der Runde einging. Natürlich ging es weiter um das gerade auch im Plenarsaal diskutierte Thema Mittelschule und Schulverbünde. Was die Freie Wähler von dieser Sache halten, wurde ich gefragt. Die Freien Wähler halten das Ganze für eine Mogelpackung und ich stellte auch klar warum. Dieses Konzept wird in der Praxis nicht so umgesetzt werden können wie von der Regierung angegeben, da die Finanziellen Mittel fehlen. Die kleinen Schulstandorte und die, die in zersiedelteren Gebieten liegen werden das Nachsehen haben. Nicht nur die Mittelschule wurde kritisch gesehen. Auch mit dem schnell eingeführten G8 gibt es sieben Jahre nach der Einführung immer noch Probleme, berichtete die Mutter einer Gymnasiastin. Aber auch den Fraktionen und Abgeordneten wurde auf den Zahn gefühlt. Wie ist das mit der Arbeitszeit eines Abgeordneten? Und ob von den Steuergeldern auch die Verpflegung in den Sitzungen gezahlt wird wurde ich gefragt. Kurz umriss ich eine normale Arbeitswoche der Abgeordneten mit Terminen im Landtag und in München von Dienstag bis Donnerstag. Um immer das Ohr am Bürger zu haben muss ein Abgeordneter auch bei offiziellen Terminen, die meist Montag oder Freitag stattfinden, bei Festen und bei den Ortsverbänden auch am Wochenende präsent sein. Nach der Diskussionsrunde machten sich meine Besucher am frühen Abend wieder auf den Heimweg.