Besuchergruppe aus Pettendorf und Hainsacker im Maximilianeum
Erneuerbare Energien im Focus

Eine Gruppe von 50 Bürgerinnen und Bürgern aus Pettendorf und Hainsacker besuchte mich an meinem Arbeitsplatz in München und war bei den Haushaltsberatungen im Plenum dabei.
Nach dem gemeinsamen Essen in der Landtagsgaststätte nahm vor allem die Diskussion um erneuerbare Energien breiten Raum ein. Ich erläuterte die klare Ausrichtung der Freien Wähler, die bereits vor Fukushima feststand. Ein Ausstieg bis 2023 sei eine gesellschaftliche Übereinkunft gewesen, die richtig war. Die Laufzeitverlängerung durch die neue Bundesregierung bezeichnete ich als Lobbypolitik. Dass Katastrophen wie Fukushima nötig sind, um manche Menschen zum Umdenken zu bringen, ist schlimm genug. Nichtsdestotrotz bin ich froh, dass Umweltminister Söder nun eine Kehrtwende verspricht. Allerdings muss dies genau beobachtet werden, denn ein Antrag der FW Mitte März zum Abschalten von ISAR 1 wurde von schwarz-gelb abgelehnt.
Wichtig sind nun neben Energieeffizienz, Energieeinsparung und regionaler Wertschöpfung, dezentrale Strukturen. Es macht keinen Sinn, wenn Riesenanlagen von Investoren aus Übersee gebaut werden und die heimische Landschaft und die Bürger dadurch leiden müssen. Wichtig ist Forschung in Speichertechnologien wie z.B. in Elektroautos, aber auch das Thema LED-Beleuchtung und der Ausbau der Erneuerbaren Energien im Energiemix, der vor Ort in Zusammenarbeit mit den Bürgern Sinn macht. Die alten Anlagen, die nun abgeschaltet wurden, sollen vom Netz bleiben.  „Wir brauchen diese Anlagen nicht, erneuerbare Energien haben diese Lücke schon lange geschlossen“. Ich nannte vor allem Bürger-Energiegenossenschaften als Lösungsansatz für die Zukunft und erwähnte als Beispiele die Genossenschaften in Neustadt a. d. Waldnaab, Cham und Neumarkt.
Hierzu gab es viel Zustimmung und viele gute Praxisbeispiele seitens der Besucher. So wies Frau Koller auf ihre PV-Anlage hin, deren Strom sie auch selbst nutzen kann und Herr Hölzl warb für intelligente Regelsysteme, die einfach zu realisieren sind.
Die Diskussion im Plenum zum Thema Lehrerstellen wühlte eine der anwesenden Lehrerinnen auf und ein Gast monierte: „Schülerentwicklungen sind doch 6 Jahre vorhersehbar und trotzdem gibt es seit 30 Jahren Lehrermangel oder Lehrerüberschuss“. Ich bestätigte diese Einschätzung und wies darauf hin, dass z.B. in den Realschulen 10 % der Lehrstunden nicht planmäßig abgehalten werden, daher haben die FW im Haushalt mehr Lehrerstellen beantragt.
Beim Thema Breitband ist eine größere Übertragungsrate als 1 M-Bit notwendig. Ich setze mich landkreisweit dafür ein. Anträge im Landtag zu diesem Thema sind leider von schwarz-gelb abgelehnt worden.
Bei strahlendem Sonnenschein verabschiedeten sich die Besucher mit einem kräftigen Applaus und einem herzlichen Dankeschön.