München (hah)Eine Besuchergruppe mit über 50 Personen aus Tirschenreuth, Neustadt a.d. Waldnaab und Regensburg besuchte die Abgeordnete Tanja Schweiger in München. Nach einer Sitzung im Plenarsaal konnten sich die Gäste mit der Abgeordneten austauschen und nach einem Besuch in der Landtagsgaststätte noch die Münchner Adventsmärkte besuchen, bevor es wieder auf die lange Heimreise ging.
Bei der Diskussionsrunde begrüßte die Abgeordnete die Besucher und beantwortete die zahlreichen Fragen rund um aktuelle Themen. Dabei wurde das geplante Volksbegehren gegen Studiengebühren als erstes genannt. Tanja Schweiger erläuterte, dass im Zeitraum vom 17. – 30.01.2013 knapp eine Mio. Bürger bayernweit in die Rathäuser müssen, um sich für das Volksbegehren einzutragen. In ihren Augen müssen junge Menschen für ihre Ausbildung mehr Unterstützung bekommen, unabhängig davon, ob das nun Studenten sind oder Gesellen, die Ihre Meisterausbildung abschließen wollen.
Auf das Betreuungsgeld angesprochen erläuterte Tanja Schweiger, dass dieses Geld (ca. 1,3 Mrd. Euro) besser in Betreuungseinrichtungen aufgehoben wäre. Damit könnte man mehr Kindergärtnerinnen und Betreuer einstellen, und die vorhandenen Erzieherinnen besser bezahlen und somit die Betreuung der Kinder in Einrichtungen deutlich verbessern.
Beim Thema erneuerbare Energien vertrat die Abgeordnete die Meinung, dass Energie dezentral, erneuerbar und mit Kommunen und Bürgern ausgebaut werden muss. Derzeit würden die kleinen Leute die Teuerungen bezahlen und die Lobby steckt die Gewinne ein. Das gehe so nicht weiter. Vorbildfunktion hätten in ihren Augen Genossenschaften wie die Jurenergie, Neue-Energien-West oder Bengel-KEH, die mit Kommunen und Bürgern für Erneuerbare Energien einstehen. In einem 2010 von den Freien Wählern beauftragten Gutachten (Think-Studie) wurde ausgearbeitet, dass in den meisten Landkreisen nur 30 % der vorhandenen Potentiale ausgenutzt würden.
Aufgrund der verfehlten Euro-Politik von schwarz-gelb-rot-grün gehe unser ganzes Geld in den verschiedenen Rettungsschirmen unter, während wir in unserem Land Ärzte, Pfleger, Lehrer und Polizisten nicht mehr finanzieren können, waren sich die Teilnehmer einig.