Die Schulleiterin Frau Neumann-Grziwok hatte einen richtigen Stundenplan für meinen Besuch vorbereitet.

Der Tag begann um 09.00 Uhr mit der Vorstellung des Schulkonzepts. Mit dabei war auch die Stellvertreterin Frau Hiebsch. Herr Guibert hatte eine Präsentation über die Schule inklusive eines Kurzfilms vorbereitet. Das Pindl-Gymnasium ist 4-zügig und hat seit 8 Jahren zwei gebundene Ganztagsklassen. Alle Ganztagsklassen werden jeweils zusätzlich von einem eigenen Sozialpädagogen betreut.

Um 09:40 besuchte ich die 5a der Ganztagsklasse. Was ich vor meiner poltischen Tätigkeit gemacht habe, warum ich mich für die Freien Wähler entschieden habe? Was meine Träume und politischen Ziele sind, und ob ich noch Freizeit habe, wurde ich von engagierten Schülern gefragt. Sie fänden die Ganztagsschule gut und haben auch nach Unterrichtsschluss um 16:15 noch Zeit, um ihren Hobbies nachzugehen. Ein Mädchen macht zum Beispiel Taekwondo und ist bei der Feuerwehr. Ein Junge ministriert, ein anderer spielt Geige und einige spielen Fußball und betreiben Leichtathletik.

Um 10:15 Uhr gab es eine Gesprächsrunde mit vier Vertretern der SMV und dem Geschäftsführer, Herrn Markus Pindl. Dabei erfuhr ich vom Schüleraustausch in Tschechien, Frankreich, China und Amerika. Sehr erfreut war ich darüber, dass alle Gymnasiasten ein einwöchiges Praktikum absolvieren. Die vier SMV-Vertreter waren sich einig, dass das Praktikum eine Möglichkeit ist, zu erkennen, ob einem ein Beruf Spaß macht oder nicht. Auf meine Frage, welche Wünsche die Jugendlichen an die Politik haben, kam eindeutig die Befürchtung aufgrund des doppelten Abiturjahrgangs und des Wegfalls der Wehrpflicht keinen Studienplatz zu bekommen zur Sprache: „Dadurch, dass viele aus dem diesjährigen G8 und G9 erst mal ein freiwilliges Jahr oder einen Auslandsaufenthalt machen, weil sie eh keinen Studienplatz bekommen, verschiebt sich der Andrang auch aufs nächste Jahr und somit sind auch wir voll betroffen, erklärte eine Schülerin.

Für die Freien Wähler steht Bildung an oberster Stelle. Die FW-Landtagsfraktion hat sich bereits im Oktober im Bayerischen Landtag für eine nachhaltige Hochschulfinanzierung aufgrund der Besonderheiten in 2011 eingesetzt.

Grundsätzlich wird bei den Pindl-Schulen das außerschulische Engagement sehr stark gefördert. Viele SchülerInnen haben beispielsweise bereits mehrmals bei „Jugend forscht“ teilgenommen. Herr Pindl ist in dritter Generation Geschäftsführer der Pindl GmbH. Er sieht sich als Dienstleister und da steht und fällt der Erfolg mit der Qualität der Lehrkräfte.