Besuch bei Biobauernhof König

Viel Spass machte der Landtagsabgeordneten der Freien Wähler, Tanja Schweiger am Samstag ein Spaziergang durch die Hofanlagen und die Ställe der Familie König in Rupprechtsreuth, die seit 2009 auf Biologische Landwirtschaft umgestellt hat. Bei der Jahrshauptversammlung der Freien Wähler gab es eine rege Diskussion mit dem Ehrengast. Bild: sei

Mantel. (sei) Am Samstag war MdL Tanja Schweiger Gast der Freien Wählergemeinschaft in Mantel. Sie möchte immer ein „Ohr“ und ein „Auge“ an der Bevölkerung und ihren Problemen haben, deshalb versucht sie, so oft wie möglich sich ein Bild von den Gemeinden und ihren Einwohnern zu machen. Sie wurde im Rathaus vom derzeit amtierenden Bürgermeister Stephan Oetziner, den FWG-Markträten Friedrich Janner und Werner Paulus sowie von stellvertretender FWG-Vorsitzender Petra Franke empfangen. Oetzinger stellte Tanja Schweiger den Markt Mantel vor mit seinen derzeit 2.939 Einwohnern und noch 250 Amerikanischen Mitbürgern. „Mantel kann seinen Einwohnerstand in den nächsten Jahren halten“, war er zuversichtlich. Das sichert auch Kinderhaus und Schulstandort. Auf Nachfrage Schweigers erklärte der Rathauschef dass die Breitbandversorgung in Mantel in Ordnung ist, aber nicht in Steinfels. Großer Vorteil für Mantel sei auch die Nähe zur Stadt Weiden. Nach dem Rathausbesuch erwarteten weitere FWG-Mitglieder Tanja Schweiger dann in Rupprechtsreuth auf dem Bio-Bauernhof der Familie König. Josef König erklärte die Geschichte von Rupprechtsreuth mit dem ehemaligen Schloss. Josef König habe auch schon mal an Umschulung gedacht, aber weil das für seinen Vater „umgebracht „ hätte, hat er sich doch entschlossen die Landwirtschaft weiter auszubauen und hat den Viehbestand ständig erhöht und Grundstücke zugepachtet.  Wie  Hofnachfolger Lorenz König erklärte,  gründete die Familie  2006 die BGR und stellte 2009 auf biologische Landwirtschaft um Derzeit werden 80 Hektar Bodenfläche bewirtschaftet. . Auch die 60 KW Photovoltaikanlage ist ein Teil des Betriebes. Tanja Schweiger stellte interessierte Fragen auch nach der Fütterung mit Gras und Silage. Freude machte dem Gast der Spaziergang durch die Ställe und die FWG-Gruppe genoss eine Brotzeit mit Bauernbrot, Butter, Kräutern und Leberwurst nach dem Rundgang, die Ingrid König bereitet hatte. Mit von der Partie waren bei der Führung auch Ortsbäuerin Monika König und der Ehrenvorsitzende der FWG Anton König.

Bei der Jahreshauptversammlung der Freien Wähler im Gasthaus „Zur Post“ zeigte Tanja Schweiger großen Respekt vor den umfangreichen Aktivitäten der Freien Wähler in Mantel. Es ist super wenn ein Ortsverband nicht nur alle sechs Jahre Wahlkampf macht , sondern auch sich mit vielen Aktivitäten am gesellschaftlichen Leben seines Ortes beteiligt.

Zur Teilnahme der Freien Wähler an den Bundestagswahlen erklärte sie, dass sich die Mehrheit der Freien Wähler dafür entschieden habe und es wichtig sei, in dem Gremium vertreten zu sein, wo die Entscheidungen getroffen werden, die auch dann auf die Kommunen einwirken. Bei den regenerativen Energien bemängeln die Freien Wähler dass „nix vorwärts“ geht. Bei den Photovoltaikanlagen der Bürgerenergiegenossenschaften bleibe das Geld wenigstens in der Region, so Schweiger. „Bayernweit werden nur zu 30 Prozent erneuerbare Energien genutzt“ bedauerte Schweiger. „Ins Schulsystem muss mehr Ruhe kommen“ forderte die Abgeordnete. Sie beklagte das zehn Prozent der Lehrerstunden nicht ordnungsgemäß gehalten werden. Wichtig für die Schüler sind wohnortnahe und gut erreichbare Schulen. Die FWG-Mitglieder stellten viele interessierte Fragen. Vor allem die Studiengebühren liegen vielen im Magen. Hier wollen die Freien Wähler ein Volksbegehren auf den Weg bringen, aber die Unterschriftenlisten füllen sich nur sehr zäh. Auch die Manteler FWG wird demnächst die Unterschriftslisten auslegen. Thema war auch dass die Ortskerne wie auch in Mantel ausbluten. Das reklamierte vor allem Anton König. Hier sollte es mehr Zuschüsse für die Sanierung alter Gebäude im Ortskern geben. FWG-Vorsitzender Friedrich Janner fragte nach den Querelen der Freien Wähler in München. Hier wollten sich halt einige Mitglieder nicht der demokratischen Entscheidung für die Beteiligung an den Bundestagswahlen abfinden, so wie Antwort Schweigers. Ein Fazit des Abends war auch, dass die Energiewende „der kleine Mann“ bezahlt. FWG-Mitglieder bedauerten den hohen Holzpreis, der es den Leuten nicht mehr ermöglicht, mit Holzöfen Energie zu sparen. Die blitzartige Reduzierung der Förderung der Photovoltaikanlagen seien für Schweiger „Bananenrepublikartike Zustände“ weil die Leute so nicht planen können.  Die Freien Wähler wollen auch dem „Landfraß“ nicht zuletzt durch die dritte Startbahn in München nicht zustimmen. Auch einige FWG-Mitglieder aus Mantel bedauerten, dass die Leute sich in Gran Canaria tummeln und nicht mal die eigene Heimat kennen und die Wirte im Bayerischen Wald zusperren müssen. Optimal wäre für Tanja Schweiger wenn die Gemeinden in vielen Bereichen stärker zusammen arbeiten würden, denn „die nächste Gebietsreform schwebt über uns“.

Quell: Der neue Tag