19.09.2009 Herzlich willkommen geheißen wurde ich am Samstagmittag von Herrn Dhoat, Eigentümer des Gasthauses Graml in Altenthann und Vorstand der Sikh Gemeinde Regensburg, in der Grunewaldstr. 3 in Regensburg. Dort, in Ihrem Gurdwara (religiöse Schulstätte der Sikhs) treffen sich Anhänger des Sikh Glaubens ein Mal in der Woche um gemeinsam zu beten, essen und ihre Kultur zu pflegen. Die Sikhs freuen sich, dass sich auch die Politik aufgeschlossen gegenüber fremden Kulturen und anderen Religionen zeigt. Ich wurde im Gurdwara, einem ehemaligen Gewerbegebäude, herumgeführt und man erklärte mir die drei Grundsätze des Sikhismus:

- Kirat Karni: arbeite für deinen Lebensunterhalt
- Wand Ke Shakna: teile mit den Anderen
- Nam Japna: bete zu Gott

Nachdem Gebet wird gemeinsam ein streng vegetarisches Mahl, das von Männern zubereitet wird um die Frauen am Kirchensamstag zu schonen, eingenommen. 
Seit Oktober 2008 gibt es den Gurdwara in Regensbug. In Bayern gibt es nur 3 Gurdwaras. Neben Regensburg gibt es eine Anlaufstelle für Sikhs in München und Nürnberg. Deshalb erstreckt sich das Einzugsgebiet des Regensburger Gurdwara weit über die Grenzen der Stadt und des Landkreises hinaus. Vom Landkreis Kelheim aus Straubing, Deggendorf und Cham kommen die Inder nach Regensburg um Ihrer Religion nachzugehen und sich auszutauschen. Den Regensburger Gurdwara gibt es seit Oktober 2008. Er befindet sich nahe der Autobahnausfahrt Burgweinting und ist ein ehemaliges Gewerbegebäude.
Die meisten Inder, die hier leben sind selbständig und haben ein eigenes Restaurant. Einige arbeiten bei BMW. Eine junge Dame befindet sich gerade in der Ausbildung  zur Bäckereifachverkäuferin, eine andere geht noch zur Schule und ist bereits Europameisterin in Karate.