Ein Erfolgsmodell was die Inklusion angeht

12.03.2010 Die Grundschule Großberg arbeitet seit 4 Jahren mit einer Außenklasse der Bischof-Wittmann-Schule der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V. Acht SchülerInnen im Alter von 10 Jahren mit einer geistigen Behinderung werden seit der ersten Klasse mit SchülerInnen der jeweiligen Klassenverbände in Großberg gemeinsam unterrichtet. Ich war in die Großberger Grundschule gekommen, um mich über die Außenklassen zu informieren. Der gemeinsame Unterricht behinderter und nicht behinderter Kinder wurde mir in seiner Vielfalt, was Methoden und Didaktik anbelangt, eindrucksvoll dargestellt. Für Sonderpädagogin Elli Eder von der Bischof-Wittmann-Schule (BWS), die im Partnersystem gemeinsam mit der Grundschullehrerin und einer Pflegekraft in der Klasse arbeitet, ist Differenzierung selbstverständlich. „Jedes Kind erhält die seinen individuellen Fähigkeiten gemäße Förderung und Bildung“, erklärte KJF-Direktor Michael Eibl. Die Ziele, welche die Kinder erreichen könnten, seien unterschiedlich. „Ein inklusives Bildungssystem ist genau dadurch gekennzeichnet“, so Bertin Abbenhues, Abteilungsleiter Teilhabeleistungen für Kinder und Jugendliche.
Die Bischof-Wittmann-Schule, ein Förderzentrum mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, führt derzeit vier Außenklassen, im nächsten Schuljahr voraussichtlich sechs. Für die Schule werde dies ohne zusätzliche personelle Ressourcen allerdings nicht machbar sein, so Eibl. Da ich in den Außenklassen ein hervorragendes Modell zur Inklusion sehe, werde ich mich politisch dafür stark machen. Wir werden versuchen im nächsten Doppelhaushalt die Außenklassen mit zusätzlichen Stellen auszustatten. Bisher müssen diese mit dem regulären Lehrerbudget – hier der Bischof-Wittmann-Schule – organisiert werden.
Derzeit ist die Situation für die Außenklasse der Bischof-Wittmann-Schule problematisch, da die vierte Klasse kurz vor dem Übertritt in eine weiterführende Schule steht und Schulleitung, Eltern und Lehrer noch keine Schule gefunden haben, welche die Außenklasse aufnehmen würde. „Die Eltern suchen Hände ringend nach einer Schule, damit die Außenklasse weiterlaufen kann“, stellte Bertin Abbenhues dar. Die Kooperation mit der Großberger Grundschule und ihrer Rektorin Cilli Mischko lief ausgezeichnet. Eltern wie Schüler und die Schulleitung des Förderzentrums würden dies gerne an einer Haupt-, einer Realschule oder an einem Gymnasium fortsetzen. Welche Schule also kann diese Außenklasse aufnehmen?
Für weitergehende Informationen zum Thema: „Außenklasse sucht neue Schule“ wenden Sie sich bitte an: Bischof-Wittmann-Schule, Schulleiter Ludwig Faltermeier, Tel. 0941/78533-110.