Drucksache 16/2693

Wie viele Unterrichtsstunden, aufgeteilt nach Schularten, sind im Schuljahr 2008/2009 ausgefallen und was waren die Gründe dafür?

Antwort des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus
Um die in der Öffentlichkeit, den Medien und in den politischen Gremien intensiv geführte Diskussion zum Thema Unterrichtsausfall auf eine sachliche Grundlage zu stellen, wurde das Konzept einer erstmals 1999/2000 im Auftrag des Landtags durchgeführten Erhebung zum Unterrichtsausfall vom Staatsministerium für Unterricht und Kultus zum Schuljahr 2005/2006 wieder aufgegriffen und fortentwickelt. In einer zeitlich wie räumlich repräsentativ angelegten Stichprobenerhebung werden seither jährlich in zwei jeweils zweiwöchigen Zeiträumen im Herbst bzw. Frühjahr eines Schuljahres Daten an allen staatlichen Schulen in größeren zusammenhängenden Gebieten (Regierungs-, MB- bzw. Schulamtsbezirke) sowohl in städtischen als auch in ländlichen Regionen Bayerns erhoben. Die Stichprobe im vergangenen Schuljahr 2008/2009 umfasste insge-samt 492 Schulen aus 9 allgemein bildenden und beruflichen Schularten. Die Stichprobenwahl soll die Forde-rung nach zuverlässigen Daten zum Unterrichtsausfall und einem repräsentativen Abbild der gesamtbayerischen Situation mit dem berechtigten Anliegen einer möglichst geringen zusätzlichen Belastung der Schulen in Einklang bringen. Eine kontinuierliche Erhebung und Meldung nicht erteilter Lehrerstunden sowie ergriffener Kompensationsmaßnahmen erfolgt nicht.
Die folgende Tabelle gibt zuerst Auskunft über den Anteil der Lehrerstunden, die nicht so erteilt werden konnten wie im Stundenplan vorgesehen, und nachfolgend die Gründe dafür. Der Tabelle kann außerdem entnommen werden, in welchem Umfang drohender Unterrichtsausfall durch unterschiedliche Maßnahmen, wie z.B. Aufhebung von Klassenteilungen oder Vertretungen, aufgefangen werden konnte (vorletzte Zeile) und welcher Anteil der Unterrichtsstunden letztlich ersatzlos entfallen ist (letzte Zeile).