Drucksache 16/18215

Ich frage die Staatsregierung, wie rechtfertigt sie die völlig unzumutbaren hohen Temperaturen in den oberen Geschossen beim Neubau des Amts für Ländliche Entwicklung (ALE) in Tirschenreuth und was wird bis wann konkret unternommen, damit die dortigen Mitarbeiter wieder in einem zumutbaren Büroklima arbeiten können? 

Antwort des Staatsministeriums des Innern 

Die Flure und Erschließungszonen im Obergeschoss des zweigeschossigen Neubaus des Amts für Ländliche Entwicklung (ALE) Tirschenreuth werden über Glasoberlichtbänder belichtet, so dass im Gebäude eine helle, durchweg freundliche Atmosphäre vorherrscht. Diese Lichtbänder wurden nicht so ausgeführt, wie es die mit Planung und Baudurchführung beauftragte Firma in ihrer ursprünglichen Planung vorgesehen hatte, nämlich mit Lüftungsflügeln und geeignetem Sonnenschutzglas. Das Gebäude wurde im Dezember 2012 fertiggestellt. Extreme Temperaturverhältnisse traten erstmalig im Juni 2013 auf, als an vier Tagen Außentemperaturen von ca. 35º C erreicht wurden. Maßnahmen zur Reduzierung der Gebäudeerwärmung wurden bei der beauftragten Firma bereits Ende Juni 2013, unmittelbar nach erstmaligem Auftreten der Temperaturspitzen, eingefordert. Dazu wurde sie schriftlich mit Fristsetzung zur Benennung geeigneter Abhilfemaßnahmen aufgefordert. Am Dienstag, dem 16. Juli 2013, fand ein Ortstermin zur gutachterlichen Feststellung des Sachverhaltes statt, um Einzelmaßnahmen zu bestimmen und die Firma unter abschließender Fristsetzung zur Mängelbeseitigung aufzufordern. Geeignete Verbesserungsmaßnahmen können voraussichtlich noch im August umgesetzt werden. Die 
Entscheidung über die Art der Beseitigung des Mangels liegt zunächst bei der ausführenden Firma, die dem Auftraggeber ein in allen Teilen vorschriftsgemäßes  Gebäude schuldet. Die Firma hat den Einbau von Lüftungsflügeln bereits mündlich zugesichert. Weitere Maßnahmen werden ggf. eingefordert.