Drucksache 16/6267

Nachdem im Landkreis Regensburg ein Kreiskrankenhaus mit 20 Betten betrieben wird, frage ich die Staatsregierung, gibt es in der bayerischen Krankenhauslandschaft vergleichbare Krankenhäuser, die erfolgreich sind und gut angenommen werden, wie ist die Strategie der Regensburger Einrichtung in Bezug auf die Nachhaltigkeit zu bewerten, und wie bewertet die Staatsregierung im Rahmen der Krankenhausbettenbe-darfsplanung grundsätzlich Häuser in dieser Größe?

Antwort des Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit
Bei dem im Landkreis Regensburg betriebenen Kreiskrankenhaus mit 20 Betten handelt es sich um das Kreiskrankenhaus Hemau.
In Bayern gibt es zwar einige Krankenhäuser mit vergleichbarer Akutbettenkapazität wie das Kreiskranken-haus Hemau. Es handelt sich dabei jedoch weitgehend um Fachkliniken mit stark spezialisiertem Leistungs-angebot. Hingegen gibt es nur drei weitere Krankenhäuser, die wie das Kreiskrankenhaus Hemau der internistischen Grundversorgung dienen und eine vergleichbare Bettenkapazität aufweisen.
Eine Bewertung der Strategie der Regensburger Einrichtung (Kreiskrankenhaus Hemau) in Bezug auf die Nachhaltigkeit ist dadurch erschwert, dass das Haus erst seit Oktober 2008 als Bestandteil des dortigen „Zent-rums für integrierte Versorgung“ betrieben wird. Die Auslastungsdaten für das Jahr 2009 mit einem relativ niedrigen Nutzungsgrad der 20 Betten und einer im Vergleich zum Jahr 2007 um über 20 Prozent gesunkenen Patientenzahl könnten darauf hindeuten, dass die akutstationäre internistische Grundversorgung durch das Kreiskrankenhaus Hemau aus der Sicht der Bevölkerung an Bedeutung verliert.
Eine Bewertung von Krankenhäusern mit einer Bettenzahl in der Größenordnung des Kreiskrankenhauses Hemau in grundsätzlicher Form ist nicht möglich. Auch Krankenhäuser dieser Größenordnung können, z.B. als kleine Fachkliniken mit spezialisiertem Behandlungsangebot, die Kriterien der Bedarfsnotwendigkeit, Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit erfüllen.