Drucksache 16/10286 
Ich frage Alteglofsheim gewünschten Errichtung eines Kreisverkehrs auf der B 15 an der Einmündung beim EDEKA-Markt vor dem Hintergrund der stark frequentierten Kreuzung durch den Fernstraßenverkehr einerseits und dem örtlichen Querverkehr andererseits entgegenzukommen und welche alternativen Möglichkeiten zur Gefahrenreduzierung sind vorgesehen?

Antwort des Staatsministeriums des Innern
Der gemeindliche Wunsch nach baulichen Veränderungen an der Kreuzung der Bahnhofstraße mit der B 15 bei Alteglofsheim ist der bayerischen Straßenbauverwaltung bekannt. Anlässlich eines tödlichen Unfalls im September 2011 wird aus Teilen der Bevölkerung auch die Errichtung eines Kreisverkehrs gefordert.
Nach dem oben genannten Verkehrsunfall, bei dem eine Autofahrerin beim Queren der Bundesstraße von einem Lkw erfasst und tödlich verletzt wurde, fand vor Ort eine Verkehrsschau mit Vertretern der Polizei, der Verkehrsbehörde und des Staatlichen Bauamtes statt.

Im Rahmen der Verkehrsschau wurde festgestellt, dass die Kreuzung trotz des tragischen Unfalls bisher nicht als Unfallhäufungsstelle in Erscheinung getreten ist und keine Sicherheitsdefizite bestehen. Die Kreuzung ist mit Linksabbiegespuren sowie Trenninseln in den zuführenden Ortsstraßen verkehrsgerecht ausgebaut. Eine signifikante Unfallhäufung durch querende Fahrzeuge liegt nicht vor, so dass größere bauliche Maßnahmen aus derzeitiger Sicht nicht veranlasst sind. Für Fußgänger und Radfahrer steht in unmittelbarer Nähe zum Knotenpunkt eine Unterführung zur Verfügung, Kraftfahrzeuge können die Bundesstraße 15 ca. 200 m südlich der Kreuzung höhenfrei queren. Um die Sichtverhältnisse im Kreuzungsbereich noch weiter zu verbessern, wurde vor Ort festgelegt, sichteinschränkenden Bewuchs zurückzuschneiden.
Vor dem Hintergrund der stark unterschiedlichen Verkehrsstärken der betroffenen Straßenäste an der Kreuzung stellt die explizit angesprochene Errichtung eines Kreisverkehrs auf der mit über 1.000 Lkw/Tag hoch belasteten Bundesstraße unabhängig von der fehlenden Notwendigkeit des Umbaus der Kreuzung keine geeignete Lösung dar.