Drucksache Nr. 16/12526
Ich frage die Staatsregierung, seit wann existieren auf welchen Bundesstraßen (alle) Kreisverkehre in Bayern und haben sich diese in Bezug auf Verkehrsfluss und Unfallminderung bewährt?

Antwort des Staatsministeriums des Innern
In Bayern werden etwa seit 15 Jahren vermehrt Kreisverkehrsplätze auch an Bundesstraßen gebaut. Mit Stand 1. Januar 2011 existierten in Bayern 223 Kreisverkehrsplätze an Bundesstraßen, davon 117 innerorts oder unmittelbar an Ortsrändern, der Rest außerorts. Eine Statistik über Kreisverkehre wird von der Straßenbauverwaltung nur amts- und regierungsbezirksbezogen geführt. Eine streckenbezogene Zuordnung existiert nur bei den Ämtern und konnte in der Kürze der für die Beantwortung zur Verfügung stehenden Zeit nicht erhoben werden.
Kreisverkehre wirken sich durch die Unterbrechung des Verkehrsflusses auf die Reisegeschwindigkeit und damit auf die Verkehrsqualität nachteilig aus. Dies gilt insbesondere für jene Knotenpunkte, an denen die kreuzenden oder einmündenden Verkehrsströme in Relation zum durchgehenden Bundesstraßenverkehr sehr gering sind.
Kreisverkehrsplätze sind generell sicher. Ihr Sicherheitsstandard bewegt sich in etwa auf gleicher Höhe wie lichtsignalgeregelte Knotenpunkte mit eigener Linksabbiegerphase. Sie sind deutlich sicherer als andere Knotenpunkte. Ihr Sicherheitsniveau ist allerdings jeweils stark abhängig von Randbedingungen wie Verkehrsverteilung und -zusammensetzung, Knotenpunktsfolge und planerische Ausgestaltung.