Drucksache 16/15933
Ich frage die Staatsregierung, wie viele Notrufe für von sexualisierter und häuslicher Gewalt betroffene Frauen und von sexualisierter Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche (wie etwa den Frauennotruf Regensburg e.V.) gibt es in Bayern, wie hoch sind die Gesamtmittel, mit denen diese vom Freistaat gefördert werden und wie ist die durchschnittliche Personalausstattung in diesen Notrufen?


Antwort des Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen

In Bayern gibt es 33 staatlich geförderte Notrufe; zudem wird die Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle für männliche Opfer sexueller Gewalt (bis 27 Jahre) – kibs – staatlich gefördert. Die staatliche Förderung richtet sich nach der Richtlinie zur Förderung von Notrufen für von sexualisierter und/oder häuslicher Gewalt betroffene Frauen und von sexualisierter Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche in Bayern. Im Jahr 2012 wurden insgesamt 460.100 Euro staatliche Förderung an die Notrufe in Bayern ausgereicht. Hauptfinanzier der Notrufe sind die Landkreise und kreisfreien Städte, da die Bereitstellung von Hilfsangeboten für von Gewalt betroffene Frauen eine kommunale Aufgabe im Rahmen der Daseinsvorsorge ist. Die durchschnittliche Personalausstattung ist der Staatsregierung nicht bekannt. Jeder personalkostengeförderte Notruf muss jedoch an Fachpersonal mindestens eine Vollzeitkraft oder zwei Kräfte in hälftiger Teilzeit beschäftigen, die durch Jobsharing die ganztägige Besetzung des Notrufs gewährleisten. Bei sachkostengeförderten Notrufen ist diese Personalmindestausstattung keine 
Fördervoraussetzung.