Drucksache 16/4776

Ich frage die Staatsregierung, in welchen Städten und Landkreisen gibt es Übergangs-klassen und welche Möglichkeiten gibt es darüber hinaus (vergleichbar mit dem Vor-kurs Deutsch im Kindergarten), Schulkinder oder schulpflichtige Jugendliche, die nach Deutschland kommen und kein Deutsch können, sprachlich zu integrieren?

Antwort des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus
Übergangsklassen sind ein Angebot für schulpflichtige Seiteneinsteiger ohne ausreichende Deutschkenntnis-se. Ist der Schüler so weit gefördert, dass er dem deutschsprachigen Unterricht folgen kann, wird er einer deutschsprachigen Klasse in der zuständigen Volksschule zugewiesen, in der Regel mit weiteren Fördermaß-nahmen. Die Standorte und die Zahl der Übergangsklassen kann folgender Tabelle entnommen werden:

Standorte/Zahl der Klassen

Oberbayern
Fürstenfeldbruck / 1
München / 24
München-Land / 1
Traunstein 1

Niederbayern -Oberpfalz
Regensburg / 2

Oberfranken-Mittelfranken
Erlangen / 2
Fürth / 1
Nürnberg / 15

Unterfranken
Aschaffenburg / 2
Würzburg / 4
Main-Spessart / 1

Schwaben
Augsburg / 2

An sonstigen Sprachförderangeboten gibt es Deutschförderklassen sowie Deutschförderkurse.
Der Deutschförderkurs ist eine begleitende Deutschfördermaßnahme im Umfang von ein bis vier Wochen-stunden ergänzend zum regulären Unterricht oder im Umfang von fünf oder mehr Stunden bei Befreiung vom übrigen Deutschunterricht, je nach Bedarf des Schülers. Der Kurs wird auf Antrag beim Schulamt eingerich-tet, nachdem dort das von der Schule vorgelegte Konzept geprüft wurde.
Die Deutschförderklasse bietet intensiven Deutschunterricht im Umfang von ca. 10 bis 14 Stunden. Die Schü-lerinnen und Schüler sind für diese Zeit aus dem Klassenverband herausgelöst, in der übrigen Unterrichtszeit, insbesondere in den musischen Fächern, sollen sie jedoch in ihren Stammklasse verbleiben (zur schnellen In-tegration).