Drucksache 17/622

Ich frage die Staatsregierung, welche Möglichkeiten sieht sie beim Bahnhof in Sünching, eine – wenn möglich auch barrierefreie – Bahnunterführung am Gleis und nicht mit einem mehrere hundert Meter langen Umweg herzustellen und wie könnten die Förderungen hierzu aussehen, um die jetzige Situation, dass die Fußgänger den Zugang Richtung Regensburg nur über die Gleise erreichen können, zu beheben?

Antwort des Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr:

Der Zwischenbahnsteig am Gleis 2 im Bahnhof Sünching ist derzeit nur ebenerdig gleisquerend zu erreichen. Er stellt deshalb einen betrieblichen Zwangspunkt dar. Die Deutsche Bahn Station&Service AG (DB AG) plant die Errichtung eines Außenbahnsteigs, um die höhengleiche Anbindung zu beseitigen. Die Zuwegung für die Reisenden würde nach Vorstellung der DB dann über eine nahe gelegene Straßenunterführung erfolgen. Die Gemeinde fordert hingegen die Herstellung einer zusätzlichen Unterführung in der Mitte des Bahnhofs.

Finanzierung, Planung und Bau von Schieneninfrastruktur fallen in die Zuständigkeit des Bundes. Da die DB AG die vollständige oder anteilige Finanzierung der zusätzlichen Unterführung ablehnt, ist derzeit nur eine Lösung in Vorhabensträgerschaft der Gemeinde vorstellbar. Dafür wurde von der Staatsregierung eine Förderung nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) in Höhe von 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten in Aussicht gestellt. Die Gemeinde Sünching müsste aber die Mitfinanzierung sowie – wie in anderen Förderfällen auch – die Folgekosten für den Unterhalt bzw. Erhalt des Bauwerks übernehmen.